Persoverzicht mei 2021

20 20 S PORT GrenzEcho Montag, 10. Mai 2021 LOS, der Leitverband des ost- belgischen Sports, lädt alle Sportvereine dazu ein, an der Challenge „Auf die Plätze, fer- tig, LOS“ teilzunehmen. Die von der Deutschsprachigen Gemeinschaft und der zustän- digen Ministerin für Sport, Isabelle Weykmans, unter- stützte Aktion soll dazu beitra- gen, den Neu-Start der Sport- vereine zu fördern und das Vereinsleben wieder in Schwung zu bringen. „Die Corona-Pandemie hat viele Bereiche schwer getrof- fen, so auch den Sportsektor. Egal ob Innen- oder Außen- sportarten, viele Aktivitäten konnten nur begrenzt, oder bis zu gewissen Altersklassen stattfinden. Nun stehen die Sportvereine in den Startlö- chern und LOS möchte sie beim Neu-Start aktiv mit der Challenge „Auf die Plätze, fer- tig, LOS!“ unterstützen!“, heißt es. Mit „Auf die Plätze, fertig, LOS!“ haben 50 Vereine die Chance 500 Euro zu gewin- nen, indem Sie mit der Unter- stützung ihrer Mitglieder und Sympathisanten die Challenge meistern. Egal ob durch Wan- dern, Laufen, Radfahren oder Schwimmen, Ziel ist es inner- halb der 15 Tage mindestens 854 Kilometer mit mindestens 25 aktiven Teilnehmern zu- rückzulegen. Wird das Ziel er- reicht, erhält der Verein eine finanzielle Unterstützung von 500 Euro. „Auf die Plätze, fertig, LOS!“ wird in 3 Phasen organisiert: • PHASE 1: Anmeldung der Vereine (17. Mai – 23. Mai) • PHASE 2: Registrierung der Sportler (28. Mai – 11. Juni) • PHASE 3: Die Challenge (12. – 27. Juni) Es gibt vier mögliche Aktivi- täten: Wandern, Laufen, Schwimmen oder Radfahren (E-Bikes sind auch willkom- men!). Dabei werden nicht alle Kilometer gleich gezählt, son- dern je nach Sportart anders verbucht: die geradelten Kilo- meter werden durch vier ge- teilt, die geschwommenen Ki- lometer mit sechs multipli- ziert. (Beispiel: Wenn man 60 km Rad fährt, kommen 15 km auf den Zähler; schwimmt man 1 km, kommen 6 km auf den Zähler!) „Mit der Aktion haben 50 Sportvereine die Chance 500 € zu gewinnen. Damit das gelingt, braucht der Sport die Hilfe der Mitglieder und der Bevölkerung in Ost- belgien. Also worauf warten wir noch? Auf die Plätze, fer- tig, LOS!“ (red) Laufen: Leitverband des ostbelgischen Sports startet „Challenge“ „Wir bewegen uns für unseren Verein“ V ON M IKE N OTERMANS 19 Sekunden Rückstand auf Etappensieger Filippo Ganna (Ineos) und ein siebter Platz im Klassement haben sich für Remco Evenepoel wohl noch nie so gut angefühlt. Für den 21-jährigen Profi von Deceu- ninck-Quick Step endete am Samstag mit dem Auftakt in den diesjährigen Giro d´Italia (104. Auflage) eine lange Lei- densphase bzw. ein langer Weg zurück auf die große Büh- ne. „Stundenweltrekordler“ Victor Campenaerts wurde 24. Seit seinem schweren Sturz im August vergangenen Jahres hatte Evenepoel keinen Renn- kilometer in den Beinen – trotzdem schaffte es der in Ita- lien gefeierte Alleskönner in die Top 10. 266 Tage nach dem Horror- sturz, der auch gut und gerne seine Karriere hätte beenden können, ist Evenepoel wieder zurück: „Natürlich bin ich glücklich. Ich hätte nie ge- glaubt, dass ich einen Platz unter den ersten zehn Fahrern erreichen kann“, so Evenepoel gegenüber „RTBF“: „Wenn ich die Fahrer um mich herum se- he, allesamt bei 70 Kilogramm oder mehr. Und ich? Ich bin mit meinen 60 Kilogramm trotzdem da. Ich kann nur zu- frieden und stolz sein. Joao Al- meida und ich hatten im Zeit- fahren 20 Sekunden Vor- sprung auf die anderen Klette- rer. Das war gute Arbeit. Aber: Der Weg ist noch lang. Wir sind am ersten Tag wirklich gut durchgekommen, haben aber noch 20 Tage vor uns.“ Unter dem Strich sei es ihm gelungen, den Beleg dafür zu liefern, dass er trotz Gewichts- verlust nichts von seiner Qua- lität beim Zeitfahren verloren habe, so der „kleine Kanniba- le“: „Ich wusste, dass ich ein bisschen verlieren würde, aber wir haben andere Ziele. Und das letzte, längere Zeitfahren wird mir besser liegen.“ Die Etappe vom Samstag erlebte Evenepoel – sein Team brachte beide Klassementfahrer in die Top 10 – derweil wie eine Fahrt auf der Achterbahn der Gefüh- le: „Was das Emotionale be- trifft, war es für mich ein sehr spezieller Tag. Ich hatte Gänse- haut, als ich zum Start auf das Podium gefahren bin. Als das Publikum dann meinen Na- men gerufen hat, konnte ich die Tränen kaum zurückhal- ten.“ Als zweitbester Belgier kam – nach Evenepoel – Victor Campenaerts über die Linie. Der Inhaber des Stundenwelt- rekordes fuhr mit 32 Sekun- den Rückstand auf den 24. Platz. Ein starkes Comeback zeigte nicht nur Remco Evenepoel, sondern auch Tagessieger Filippo Ganna. Ein starkes Comeback zeigte derweil nicht nur Remco Eve- nepoel, sondern auch Tages- sieger Filippo Ganna. Der am- tierende Weltmeister im Zeit- fahren war beim Ritt gegen die Uhr ganze zehn Sekunden schneller als Edoardo Affini (Jumbo-Visma) unterwegs. Der Sieg von Samstag war Balsam auf der Seele von Ganna, nach- dem der 24-Jährige zuletzt bei Tirreno-Adriatico und bei der Tour de Romandie bei drei Zeitfahren in Folge den Kürze- ren gezogen hatte. „Es ist lan- ge her, dass ich eine Etappe ge- winnen konnte. Nach der Ro- mandie war meine Moral nicht so gut. Aber die ist jetzt wieder besser. Ich bin sehr glücklich“, zeigte sich Ganna erleichtert. Radsport: Remco Evenepoel blickt zufrieden auf den Start in den Giro d´Italia zurück Mit einem siebten Platz im Einzelzeitfahren zum Start in den Giro d´Italia hat sich Remco Evenepoel auf der großen Bühne des Radsports zurückgemel- det. „Ich kann nur zufrie- den und stolz sein“, so das in Italien wie ein Popstar gefeierte Ausnahmetalent. Zurück auf der großen Bühne: Remco Evenepoel fuhr am Samstag in die Top 10. Foto: belga Evenepoel „stolz und zufrieden“ zurück Es ist eine Geschichte, die beinahe zu verrückt klingt, um wahr zu sein: Auf den Tag zehn Jahre nach dem Tod von Wouter Weylandt fuhr Tim Merlier den ersten belgi- schen Etappensieg beim Giro d´Italia ein. Der 28 Jahre alte Radprofi siegte am Sonntag nach 179 Kilometern von Stupinigi nach Novara im Massensprint vor den beiden Italienern Giacomo Nizzolo und Elia Viviani. „Ich bin sehr glücklich und sehr stolz auf diesen Sieg. Ich wusste, dass der Kreis- verkehr im Finale sehr wich- tig sein würde. Und ich wusste, dass ich in einer guten Position war. Als wir da rauskamen, dachte ich nur, dass wir schneller, schneller, schneller fahren müssen“, so Merlier in einer ersten Reaktion: „Meine Teamkollegen haben mich in eine perfekte Position ge- bracht. Ich bin schon früh losgezogen, aber am Ende hat es gereicht. Ein großer Sieg“, kommentierte er sei- nen bisher 13. Sieg als Profi, der zudem sein erster Erfolg bei einer Grand Tour war. Das Rosa Trikot des Gesamt- ersten trägt weiterhin der italienische Weltmeister Filippo Ganna, der am Sams- tag das Auftaktzeitfahren in Turin gewonnen hatte. (mn) Giro d'Italia, 2. Etappe: 1. Tim Merlier (Belgien/Alpe- cin-Fenix) 4:21:09 Stunden, 2. Giacomo Nizzolo (Italien/ Qhubeka), 3. Elia Viviani (Italien/Cofidis), 4. Dylan Groenewegen (Niederlande/ Jumbo-Visma), 5. Peter Sa- gan (Slowakei/Bora-hans- grohe), 6. Matteo Moschetti (Italien/Trek-Segafredo), 7. Filippo Fiorelli (Italien/Bar- diani CSF), 8. Lawrence Nae- sen (Belgien/AG2R), 9. Davi- de Cimolai (Italien/Israel Start-Up Nation), 10. Caleb Ewan (Australien/Lotto Sou- dal) Gesamtwertung: 1. Filippo Ganna (Italien/ Ineos) 4:29:53 Stunden, 2. Edoardo Affini (Italien/Jum- bo-Visma) 0:13 Minuten zurück, 3. Tobias Foss (Nor- wegen/Jumbo-Visma) 0:16, 4. Remco Evenepoel (Nieder- lande/Deceunick-Quick-Step) 0.20, 5. Joao Almeida (Portu- gal/Deceuninck-Quick-Step) beide 0:20 GI RO D´ I TAL IA Belgischer Etappensieg nach starkem Sprint von Tim Merlier Tim Merlier Foto: belga Achilles Bocholt hat seine Vor- herrschaft im belgischen Handball zementiert und sich zum zweiten Mal in Serie zum Pokalsieger gekrönt. Die Lim- burger gewannen im Finale von Hasselt am Samstagabend mit 29:25 gegen den HC Visé und Bartosz Kedziora. Nach einer nervösen und torreichen Anfangsphase (7:7 nach 12 Mi- nuten) übernahm Bocholt nach einer Viertelstunde mehr und mehr die Kontrolle über das Geschehen – auch und vor allem, weil Visé mehr als zehn Minuten lang keinen Torerfolg feierte. So zog der Ti- telverteidiger nach 23 Minu- ten auf 13:9 weg, zur Pause stand es 15:10. Der Eupener Bartosz Kedziora, der im nach- geholten Finale der Pokalsai- son 2019-20 auf seine Ex- Mannschaft traf, kam in den Anfangsminuten auf einen Kurzeinsatz und kehrte gegen Ende der ersten Halbzeit auf den Platz zurück. Nach dem Seitenwechsel spielte Kedzio- ra, der sich noch von seiner langen Verletzung erholt, nicht mehr. Dafür meldeten sich seine Mannen in der Par- tie zurück. Anders als vor der Pause saßen jetzt die Angriffe weitaus besser als beim Favo- riten aus Bocholt. National- spieler Sébastien Danesi ver- kürzte nach 49 Minuten auf 21:22. Von da an blieb Visé im- mer ganz nah an Bocholt dran, schaffte aber nie den Aus- gleich. Die Limburger von Erfolgs- trainer Bart Lenders konnten sich hingegen auf Quinten Colman im Angriff und Arjan Versteijnen im Tor verlassen, die in der Schlussphase den 29:25-Sieg unter Dach und Fach brachten. Für Achillles Bocholt ist es der fünfte Pokal- sieg seit 2013, zum ersten Mal konnten sie ihren Titel vertei- digen. Visé muss auf seinen ersten Erfolg im Wettbewerb warten. (tf) Handball: Sieg gegen Bartosz Kedziora Der alte Pokalsieger ist auch der neue: Bocholt verteidigt zum ersten Mal seinen Titel. Foto: belga Bocholt verteidigt seinen Pokaltitel

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