Persoverzicht juni 2020

17 GrenzEcho Donnerstag, 4. Juni 2020 S PORT 17 Benito Raman und Bundesli- gist FC Schalke 04 stecken nach vier Niederlagen in Serie in der Krise. „Ich bin mir si- cher, dass wir eine Lösung fin- den“, so Raman auf der Inter- netseite von „Königsblau“. Elf Spiele ohne Sieg – nach einer relativ guten Hinrunde steckt Bundesligist FC Schalke 04 nun in der Krise. Als einzige Mannschaft hat „Königsblau“ seit der Wiederaufnahme der Meisterschaft alle Duelle ver- loren. „Die vergangenen Wo- chen waren sehr schwer. Wir sind nicht auf Niveau und ma- chen einfach zu viele Fehler“, so Offensivspieler Benito Ra- man, zuletzt gegen Bremen zur Pause eingewechselt. „Wir arbeiten jeden Tag hart. Im Training funktioniert auch alles, nur schaffen wir es nicht, alles auch beim Spiel zu wie- derholen. Elf Spiele ohne Sieg, das ist eine lange Zeit. Es ist si- cher nicht das Schalke, das wir zeigen wollen“, so der ehema- liger Genter: „Wir werden aber eine Lösung finden. Ich bin si- cher, dass wir noch Spiele ge- winnen werden.“ Dass die Spiele seit Wiederaufnahme der Meisterschaft unter Aus- schluss der Öffentlichkeit stattfinden, will Raman nicht als Entschuldigung gelten las- sen: „Für jede Mannschaft ist es schwer, in einem leeren Sta- dion zu spielen. Das darf keine Entschuldigung sein. Wir müssen weiter hart arbeiten“, so Raman. Der Ex-Lütticher rutschte mit Schalke auf den zehnten Tabellenplatz ab – der europäische Fußball ist weit weg. Raman selbst wartet aber bereits seit Dezember auf einen Treffer. (mn) 1. Bundesliga: „Königsblau“ wartet seit elf Spiele auf einen Sieg – Vier Niederlagen in Serie 1. BUNDESLIGA Freiburg - Leverkusen 0:1 Wolfsburg - Frankfurt 1:2 Hertha BSC - FC Augsburg 2:0 FSV Mainz 05 - Hoffenheim 0:1 Schalke - Bremen 0:1 B. München - Düsseldorf 5:0 M’gladbach - Union Berlin 4:1 SC Paderborn - Dortmund 1:6 1. FC Köln - RB Leipzig 2:4 Bremen - Frankfurt 0:3 1. B. München 29 21 4 4 86:28 67 2. Dortmund 29 18 5 6 80:35 60 3. RB Leipzig 29 16 3 10 74:31 58 4. M’gladbach 29 17 7 5 57:35 56 5. Leverkusen 29 17 7 5 54:36 56 6. Wolfsburg 29 11 9 9 41:36 42 7. Hoffenheim 29 12 11 6 40:48 42 8. Freiburg 29 10 11 8 38:41 38 9. Hertha BSC 29 10 11 8 43:50 38 10. Schalke 29 9 10 10 34:46 37 11. Frankfurt 29 10 14 5 49:53 35 12. 1. FC Köln 29 10 15 4 46:56 34 13. FC Augsburg 29 8 14 7 40:56 31 14. Union Berlin 29 9 16 4 34:52 31 15. FSV Mainz 05 29 8 17 4 37:62 28 16. Düsseldorf 29 6 14 9 31:58 27 17. Bremen 29 6 16 7 30:62 25 18. SC Paderborn 29 4 18 7 32:61 19 DEUTSCHER FUSSBALL Real Madrid an BVB-Jungstar Jadon Sancho interessiert Der spanische Fußball-Re- kordmeister Real Madrid ist an einer Verpflichtung von Dortmund-Jungstar Jadon Sancho interessiert. Die Chan- cen für einen Wechsel des 20 Jahre alten Außenstürmers zum Klub von Thibaut Cour- tois und Eden Hazard seien nicht klein, berichtete die spa- nische Fachzeitung „AS“. Der Engländer wolle „nach drei Ausbildungs-Spielzeiten in Dortmund zu einem wirkli- chen Top-Klub wechseln“, hieß es auf der Titelseite des Blatts. Zudem seien die Beziehungen zwischen den Chefetagen der Borussia und der Königlichen hervorragend. Sanchos Ver- trag läuft noch bis Ende Juni 2022. Spanische Medien hat- ten zuletzt vom Interesse Ma- drids an anderen Bundesliga- Talenten berichtet, darunter Sanchos Teamkollege Erling Haaland (19) und Leverkusens Kai Havertz (20). DFB: Keine Verfahren wegen Anti-Rassismus-Protesten Die Fußballprofis, die in der Bundesliga öffentlich gegen Rassismus protestiert hatten, erhalten keine Strafe vom DFB. Der Kontrollausschuss des Fußball-Bundes entschied am Mittwoch, keine Verfahren gegen den Schalker Weston McKennie, die Dortmunder Ja- don Sancho und Achraf Haki- mi sowie den Gladbacher Mar- cus Thuram einzuleiten.„Ich begrüße den weitsichtigen Be- schluss des DFB-Kontrollaus- schusses ausdrücklich und bin sehr froh darüber“, sagte DFB- Präsident Fritz Keller in der Mitteilung. Der Verband trete entschieden gegen jede Form von Rassismus ein, weshalb „die Aktionen der Spieler un- seren Respekt und unser Ver- ständnis“ besitzen, sagte Kel- ler. EHF plant für dieses Jahr noch Spiele mit Zuschauern Die Europäische Handball Fö- deration EHF will noch in die- sem Jahr Spiele mit Zuschau- ern austragen. „Wir gehen ak- tuell davon aus, dass das Final Four wie auch die Frauen-Eu- ropameisterschaft im Dezem- ber in Dänemark und Norwe- gen mit Zuschauern durchge- führt werden können“, sagte der Geschäftsführer der EHF Marketing, David Szlezak. Das Final Four in Köln findet am 28. und 29. Dezember statt, die Frauen-EM vom 3. bis 20. De- zember.(dpa/sid) KURZ NOT I ERT Wouter Vandenhaute ist nun auch offiziell der neue Präsi- dent des RSC Anderlecht. Beim Brüsseler Rekordmeister über- nimmt er den Platz von Marc Coucke. Am Dienstagabend gab der Verwaltungsrat des Vereins grünes Licht für das Stühlerücken. Zudem winkte der Verwaltungsrat des RSC Anderlecht im Rahmen von „RSCA 2020-2025“ durch, dass dem Verein in den kommen- den Jahren bis zu 70 Millionen Euro mehr zur Verfügung ge- stellt werden. Drei Millionen Euro sollen dabei aus der Ta- sche von Verteidiger Vincent Kompany kommen. Nicht ohne Folgen bleibt der Dienstagabend für Michael Verschueren, Sohn von Ver- einsikone Michel Verschue- ren: Nach anderthalb Jahren muss er seinen Managerpo- sten wieder räumen, bleibt dem Verein aber erhalten. Kompany kaufte sich mit drei Millionen Euro ein. „Der RSC Anderlecht dankt Michael für seine Bemühun- gen während der letzten an- derthalb Jahre unter schwieri- gen Umständen und freut sich, dass er bereit ist, seine Rolle in der Verwaltung wieder zu übernehmen. Michael Ver- schueren wird weiterhin seine Mandate bei der ECA und der UEFA wahrnehmen und will auch die Verbindungsperson zwischen den Aktionären und dem neuen Management sein“, so der RSC Anderlecht. Am vergangenen Donnerstag hatte der Rekordmeister mit- geteilt, dass Mehrheitseigner Marc Coucke als Präsident zu- rücktreten bzw. im Hinter- grund arbeiten wird. Gleich- zeitig sollte Marc Vandenhau- te sein Nachfolger werden, während u. a. Vincent Kompa- ny zu einem Aktionär des Ver- eins wird – eine Umstrukturie- rung, die nun vom Vorstand bzw. Verwaltungsrat durchge- wunken wurde. Darüber hin- aus haben sich die derzeitigen Aktionäre um das Duo Van- denhaute-Kompany dazu ver- pflichtet, dem Klub in den kommenden Jahren 70 Millio- nen Euro zur Verfügung zu stellen. „50 Millionen Euro sol- len aus Umschuldungen und 20 Millionen Euro aus neuem Kapital kommen“, so der RSC Anderlecht: „In den kommen- den Wochen wird eine neue Führungsstruktur eingeführt, die es dem RSC Anderlecht er- möglichen soll, zu seiner glor- reichen Vergangenheit zu- rückzukehren. Außerdem soll sie verhindern, dass sich der Klub in der Situation befindet, in der er sich in der Vergan- genheit befand. Eine strikte Trennung von Verwaltung und Management wird eine der Säulen sein.“ (belga/mn) 1. Division: Mehr Geld für den RSC Anderlecht Vandenhaute nimmt den Platz von Marc Coucke ein. Foto: belga Marc Coucke räumt seinen Platz für Wouter Vandenhaute Raman über S04-Krise: „Werden eine Lösung finden“ V ON M IKE N OTERMANS Viele haben gewartet, nicht alle sich gefreut: Ab dem 8. Ju- ni macht die nationale Sport- welt den nächsten Schritt zu- rück in Richtung Normalität. Für Schwimmer gilt das noch nicht – für sie bleiben die Bec- ken noch bis zum 1. Juli ge- schlossen. Zudem wird unter anderem die AS Eupen in einem fast menschenleeren Stadion in die neue Saison bzw. die Meisterschaft 2020-21 starten. Die wichtigsten Fra- gen & Antworten zur gestri- gen Pressekonferenz des Na- tionalen Sicherheitsrats in Be- zug auf den Sport. Was ändert sich ab dem 8. Juni? Ab dem 8. Juni dürfen (fast) alle sportlichen Aktivitäten wieder ausgeübt werden. Da- bei werde man, so betonte Pre- mierministerin Sophie Wilmès (MR) bei ihrer Presse- konferenz, keinen Unter- schied mehr zwischen Ama- teur- und Profisport machen. Demnach sind ab dem kom- menden Montag „Trainings- einheiten und Wettkämpfe, sowohl in der Halle als auch im Freien“ wieder erlaubt. Dürfen auch Fitnesscenter wieder öffnen? Ja, auch Fitnesscenter dür- fen ihre Kunden in wenigen Tagen wieder zum Kraft- oder Ausdauersport empfangen. Voraussetzung ist aber auch hier: Die nach wie vor gelten- den Hygieneauflagen sowie der Sicherheitsabstand müs- sen eingehalten werden. Darf ich nach dem Sport zum Duschen bzw. in die Umkleide? Nein. Wer beim Tennis den Schläger schwingt oder beim Fußball dem Ball hinterher- jagt, muss die Anlage nach dem Sport wieder verlassen. Dusch- und Umkleidekabinen bleiben nach wie vor gesperrt. Was ist mit Kontaktsport? Wer einen Kontaktsport wie beispielsweise Fußball, Boxen, oder Basketball betreibt, darf zwar zum Sport, aber noch nicht in den Zweikampf: „Die Trainingseinheiten müssen noch kontaktlos bleiben“, be- tonte Wilmès nach der neun- ten Sitzung des Nationalen Si- cherheitsrates. Wer sitzt noch auf dem Trockenen? Buchstäblich auf dem Troc- kenen sitzen nach wie vor pro- fessionelle und nicht profes- sionelle Schwimmer. Das aus dem einfachen Grund: Schwimmbäder und Wellness- center gehören noch nicht zu den Einrichtungen, die von den nächsten Lockerungen profitieren. Ihre Türen bleiben vorerst noch geschlossen bzw. dürfen erst zur nächsten Pha- se öffnen. Dass Schwimmbä- der erst später öffnen dürfen, rief umgehend Kritik verschie- dener Virologen hervor. Die Öffnung der Schwimmbäder könne unter Einhaltung aller Maßnahmen perfekt funktio- nieren, so Virologe Van Dam- me gegenüber „VTM“. Wann beginnt die nächste Pha- se für den Sport? Bis zur nächsten Phase muss sich die belgische Sport- welt gut einen Monat lang ge- dulden – dafür zahlt sich das Warten aber aus: „Ab dem 1. Juli ist im Sport alles wieder erlaubt“, so Wilmès. Eine Aus- sage, die eine weiterhin positi- ve Entwicklung der Pandemie voraussetzt. Folglich dürfen zum Ersten des nächsten Mo- nats auch Schwimmbäder wie- der öffnen. Die Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen blei- ben selbstverständlich über den 1. Juli hinaus gültig. Ist ab dem 1. Juli auch wieder Publikum erlaubt? Wie Sophie Wilmès erklärte bzw. bestätigte, ist im Sport ab dem 1. Juli auch wieder be- grenzt Publikum erlaubt, dann allerdings nur sitzend. Maximal 200 Personen sind am Spielfeldrand bzw. als Zu- schauer zugelassen. Zudem darf ab dem 1. Juli – unter Ein- haltung aller Regeln – wieder in Gruppen von bis zu 50 Per- sonen „gesportet“ werden. Bis dahin liegt die Obergrenze bei 20 Sportlern mit Trainer. Wie ist der Stand der Dinge bei Großveranstaltungen? Eine Frage, die vor allem die 1. Division betrifft. In der 1. Di- vision soll zum 7. August die neue Saison starten – mit größter Wahrscheinlichkeit noch ohne Fans auf den Rän- gen. Am Mittwochnachmittag betonte der Nationale Sicher- heitsrat nochmal, dass Groß- und Massenveranstaltungen bis zum 31. August verboten bleiben. Heißt: Neben den er- sten Spieltagen der Saison 2020-21 wird wohl auch das Endspiel um den Aufstieg zwi- schen OH Löwen und Beer- schot sowie das Endspiel des belgischen Landespokals zwi- schen dem FC Antwerp und Club Brügge unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Siehe auch Seite 4 Coronakrise: Fitnesscenter dürfen ab Montag wieder öffnen – In einem Monat wieder Normalität? Auch alle Amateur- und Profisportler werden am Mittwochnachmittag ge- spannt auf die Presse- konferenz des Nationalen Sicherheitsrats (NSR) ge- blickt haben. Für sie springt die Ampel – läuft alles nach Plan – späte- stens ab dem 1. Juli end- gültig wieder auf Grün. Ein Bild wie Zukunftsmusik: Schwimmbäder – hier das Eupener „Lago“ – dürfen ihre Türen erst zum 1. Juli öffnen. Foto: David Hagemann Nur Schwimmer müssen noch warten

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